Warum haben wir nie Zeit? Ein Experiment

Steve Jobs sagte einmal: “Ihre Zeit ist begrenzt, also verschwenden Sie sie nicht damit, das Leben eines anderen zu leben. Lassen Sie sich nicht von Dogmen in die Falle locken. Lassen Sie nicht zu, dass die Meinungen anderer Ihre innere Stimme ersticken. Am wichtigsten ist es, dass Sie den Mut haben, Ihrem Herzen und Ihrer Intuition zu folgen. Alles andere ist nebensächlich.” Wir alle kennen das Gefühl von Zeitnot – doch was können wir dagegen tun?

Wofür nutzen wir unsere Zeit?

Und wieso haben wir so oft das Gefühl, nie genug Zeit zu haben? Mit dieser Frage habe ich mich gedanklich beschäftigt, nachdem ich das Buch Keine Ausreden!: Die Kraft der Selbstdisziplin (Dein Erfolg)* von Brian Stacy gelesen habe. Im Buch beschreibt der Autor eine Insel, auf der die Menschen leben, die ständig Ausreden wie diese hier erfinden:

  • Ich kann meine Ziele nicht erreichen, weil ich im Job zu eingespannt bin.
  • Ich habe keine Zeit für meine Träume.
  • Meine Kinder halten mich ständig auf Trab.

Doch wenn du ganz ehrlich zu dir selber bist: Bist du wirklich in Zeitnot? Oder findest du es auf der Insel  für Ausreden einfach bequem? Willst du vielleicht in Wirklichkeit nur träumen und nichts verändern? Ich habe mal errechnet, wo die Zeit so bleibt.

Ein Zeitmanagement – Experiment. 

Jede Woche hat 168 Stunden.

Im Durchschnitt schläft man davon jede Nacht 8 (eher weniger oft sogar ?), bleiben also
168 – 56 = 112 Stunden Zeit übrig. 

Bei einem Vollzeitjob: 40 Stunden Arbeit pro Woche.
112 – 40 = 72 

Sagen wir, jeden Tag drei Stunden (und das ist echt hoch gerechnet…) für’s Bad und den Weg zur Arbeit, wären 15 Stunden die Woche. 72 – 15 = 57 .

57 Stunden Zeit übrig für deine Freizeit…

Okay, wir sagen noch jeden Tag zwei großzügige Stunden für Haushalt, Erledigungen und Kochen, bleiben also 43 Stunden Freizeit übrig. (Dank des 4 – Minuten Haushalts brauche ich nie und nimmer zwei Stunden, ich empfehle dir bei Interesse diesen Artikel hier)

Wir hätten also bei einem Vollzeitjob, genug Schlaf und unter Berücksichtigung von sonstigen Verpflichtungen noch immer mehr freie Zeit, als wir arbeiten gehen. Okay, wer kleine Kinder hat, nicht wirklich ? (Aber die waren ja meistens eine freie Entscheidung und sie werden auch größer…und solange sie klein sind, gehen sie irgendwann zu Bett. Ich habe außerdem die Erfahrung gemacht, dass der Haushalt sich auch sehr gut mit Kind erledigen lässt. Und auch kleinen Kindern kann man schon beibringen, dass Mama eine Pause macht.) 

Warum haben wir keine Freizeit?

Ein persönlicher Lösungsansatz (rein subjektiv): 

Der durchschnittliche Deutsche schaut täglich 223 Minuten fern. Das sind FAST VIER STUNDEN PRO TAG! Damit wären also etwa 26 Stunden der Freizeit für Fernsehen weg. 43 – 26 = 17 Stunden übrig 

Ähnlich sehen die Zeiten für’s Rumgammeln auf Whatsapp, Facebook etc. aus. Laut einer Studie beschäftigt sich jeder Bürger durchschnittlich 2 Stunden pro Tag mit Apps jeglicher Art. 17-14 = 3 Stunden Freizeit, die übrig bleiben. Dann erklärt sich das Gefühl, nie Zeit zu haben, ganz von selbst. Was könntest du alles Schönes mit den 40 Stunden Freizeit anfangen, die du vor digitalen Endgeräten verbringst? Da fällt dir sicher eine Menge ein!

 Ich habe mich wirklich verbessert, weil mich dieses Geschreibe auf Whatsapp (oft Dinge, für die man STUNDEN hin – und herchattet, die am Telefon in einer Viertelstunde bequatscht wären, und das ist auch viel persönlicher, wenn mir jemand wirklich was bedeutet) und Facebook (mal ehrlich, wieviel Bedeutsames gibt’s jeden Tag in deiner Timeline? ?) tierisch genervt hat und ich das selbst gemerkt habe. Den Fernseher habe ich schon vor längerer Zeit komplett verbannt.

Ich bin auch oft online, aber eher kreativ, Foren, Schreiben am Blog, Lesen von anderen inspirierenden und sinnigen Inhalten, die mir gut tun, Bildbearbeitung, Fernstudium, interessantes Lernen…das Internet bietet so viele tolle Inhalte außerhalb der sozialen Netzwerke! Oder man bleibt einfach offline und fängt etwas anderes mit seiner Freizeit an.

Ideen für deine freie Zeit

Nimm es ab heute selbst in die Hand, deine Zeit achtsam zu verbringen. Du wirst es am Ende mit Sicherheit nicht bereuen. Hier sind ein paar Ideen:

  • Freunde treffen, anstatt mit ihnen zu schreiben
  • Hobbies nachgehen, neuen oder alten
  • In die Natur gehen
  • Etwas Leckeres kochen
  • Lesen
  • Ein Tagebuch schreiben
  • Durch eine Stadt bummeln
  • Mit jemandem telefonieren

Rechne deine eigenen freien Stunden doch einmal aus und schaue ganz ehrlich, wo die freie Zeit bleibt. Höre ab heute auf, den Fehler im Job zu suchen oder sonstwo! Fang an, selbst Verantwortung zu übernehmen. Sei der Chef deines Zeitmanagements!

Abschließende Lesetipps

Hier ein Artikel der NEON über den Durchschnittsdeutschen, sehr interessant 

Außerdem noch eine Empfehlung zu einem anderen Post von mir, der eine gängige psychologische Methode erklärt, wie man wieder mehr Zeit und Energie schöpfen kann: Der Energiekuchen 

Die Inspiration für diesen Post habe ich übrigens einem Hörbuch von Brian Stacy zu verdanken, absolut empfehlenswert. Ich habe mir anschließend direkt das zugehörige Buch gekauft (siehe oben).  Mittlerweile habe ich fast alles von ihm gelesen oder gehört und er ist einer meiner Topfavoriten, wenn es um die Themen Zeitmamagement, Erfolg und das Streben nach Zufriedenheit geht. 

 Schreib mir doch mal, was du so mit deiner Zeit anstellst 🙂 

Deine Charlotte 

 

 

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