Die Wahrheit zum Erfolg im E-Commerce: Was wirklich möglich ist!

Durch die Revolution des Internets haben sich in den letzten Jahren viele neue Möglichkeiten für Gründer aufgetan. Das liegt vor allem an der einfachen und kostengünstigen Umsetzung, die damals so nicht möglich war. Heutzutage kann jeder mit Laptop und Internetverbindung mit wenigen Klicks eine Domain kaufen, eine Homepage bauen und über Google und Facebook Werbung schalten.

So sind in den letzten Jahren zahlreiche Online-Shops entstanden, während immer mehr Menschen ihre Produkte aufgrund von Bequemlichkeit und der größeren Auswahl im Internet kaufen. Und der Hype ist noch lange nicht vorbei. Laut einer Prognose des Research Departments wird es 2024 knapp 68,2 Millionen Online-Einkäufer geben, die ihre Produkte bei Online-Shops und großen Marktplätzen wie Amazon oder Ebay bestellen. 

Heutzutage bezeichnet man den Online-Handel auch als E-Commerce, bei dem es weitaus mehr Möglichkeiten gibt, als einen klassischen Online-Shop zu eröffnen. Egal ob Dropshipping, Amazon FBA oder Shopify, die Möglichkeiten mit E-Commerce über das Internet eigenes Geld zu verdienen sind vielseitig und haben alle ihre Vor- und Nachteile, weswegen man sich im Voraus gut mit den jeweiligen Strategien auseinandersetzen sollte.

Der klassische Online-Shop

Ein Online-Shop kann man quasi als eigenen Laden betrachten, nur Online. Das Design kann selbst ausgewählt werden, man ist selbst für den eigenen Lagerbestand und das Inventar verantwortlich und kümmert sich um geeignete Werbemittel. Der Aufwand sollte hier also nicht unterschätzt werden, denn neben der technischen Umsetzung, die bei professioneller Ausführung auch einen hohen Aufwand darstellt, braucht es ein gutes Angebot, eine Verkaufs-psychologisch optimierte Seite und viel Wissen im Bereich Online-Marketing.

Für Anfänger, die noch überhaupt keine Erfahrung im Bereich des E-Commerce oder Bekanntheit im Internet haben, ist der klassische Online-Shop also eher nicht geeignet. Neben der Technik (IT-Pflege und laufende Optimierung nicht vergessen) sind es Wareneinkauf, Organisation der Logistik und vor allem Marketing, die den Aufwand und damit die Kosten in die Höhe treiben.

Somit ist ein Online-Shop zwar kein No-Go, aber in der Regel deutlich erfolgreicher, wenn entsprechende vorarbeitet geleistet wurde. Das bedeutet, es wurde z.B. über Social Media eine Community aufgebaut, man hat eine innovative Idee, die man mit Investoren umsetzen kann oder man startet erstmal klein und ohne viel Startkapital, z.B. mit einem Dropshipping Store. 

Dropshipping

Im Grunde ist Dropshipping wie ein eigener Online-Shop. Der Unterschied ist, dass man nicht seine eigenen Produkte verkauft, sondern die Waren eines anderen Herstellers oder Großhändlers listet und damit sozusagen vortäuscht, man hätte ein eigenes Lager. Sobald ein Kunde bestellt, geht vom Dropshipper eine Bestellung an den Großhändler raus, der die Ware dann an den Kunden verschickt. Der große Vorteil für den Dropshipper: Es muss keine Ware vorbestellt werden und die Logistik wird von jemand anderen abgewickelt.

Oft wird Dropshipping so dargestellt, man könne einfach günstige Produkte von chinesischen Shopping-Seiten verwenden und diese in Deutschland verkaufen. Problematisch ist dabei, dass der Dropshipper überhaupt keinen Kontakt zur Ware hat, weshalb die Qualität des tatsächlich verkauften Produktes nie überprüft werden kann und ggf. viele Retouren entstehen. Weitere Nachteile sind die langen Lieferzeiten (z.B. aus China) und die Haftung für die Produktsicherheit, die immer der Importeur trägt.

Damit Dropshipping funktioniert, sollten also ein paar Dinge beachtet werden: Der Großhändler sollte aus steuerlichen, sicherheitstechnischen und logistischen Gründen am besten in Deutschland sitzen. Ebenfalls ist wichtig, sich auf wenige Hersteller zu beschränken und dabei auf eine Kategorie wie z.B. Handwerk zu konzentrieren. Mit einem professionellen Online-Shop, einem breiten Angebot und den richtigen Online-Marketing Maßnahmen, ist Dropshipping eine gute Methode um Startkapital für weitere Projekte aufzubauen. Dabei bleibt man aber immer vom Hersteller abhängig, weshalb Dropshipping kein langfristiges und gut skalierbares Business ist.

Amazon FBA

Amazon ist nicht nur eine der wertvollsten Marken, sondern der Marktplatz, auf dem in Deutschland am meisten umgesetzt wird. Dabei wird ein Großteil der Artikel gar nicht mehr von Amazon selbst verkauft, sondern von Dritthändlern, die ihre Produkte u.a. über das Amazon FBA Programm auf der Plattform anbieten. Eine Win-win-Situation für alle: Unternehmer bekommen von Amazon Millionen von potenziellen Kunden, während Amazon an Verkäufergebühren und Werbekosten verdient.

Amazon FBA bedeutet, dass Amazon die Lagerung, die Verpackung und den Versand für die eigenen Produkte übernimmt. Der Verkäufer muss also nur das Angebot erstellen, die Ware an Amazon schicken sowie Werbung schalten und profitiert dabei von Prime-Versand zu sehr günstigen Bedingungen. Kunden wissen in den meisten Fällen nicht, dass hinter dem Angebot ein Drittanbieter steckt und bestellen aufgrund des Vertrauens zu Amazon.

Im Vergleich zu einem Online-Shop muss man die Kunden also nicht zum Kauf überreden, sondern erhält den Kauf mit ziemlicher Sicherheit, wenn man das optisch und qualitativ beste Angebot auf dem Markt hat.

Ein großer Vorteil ist, dass man über bestimmte Tools schon im Vorfeld recherchieren kann, in welchen Nischen wirklich Potenzial steckt oder welche Produkte sich noch verbessern lassen. Anhand der Kundenbewertungen findet man schnell Optimierungsmöglichkeiten und kann diese recht unkompliziert über einen chinesischen Hersteller umsetzen lassen.

Fazit

Der E-Commerce bietet Unternehmern sehr viele Möglichkeiten, ihre Produkte (digital oder physisch) über das Internet an Endkunden zu verkaufen. Manche Geschäftsmodelle eignen sich dabei eher für größere Unternehmen (Online-Shop), andere lassen sich bereits mit einem Produkt und relativ wenig Startkapital umsetzen (Dropshipping, Amazon FBA).

Um damit langfristig erfolgreich zu werden, sind folgende zwei Faktoren extrem wichtig und sollten immer weiter optimiert werden: Marketing und Qualität. Nur wenn beides stimmt, kann ein E-Commerce Unternehmen funktionieren.

Wer Online-Handel betreiben möchte, um damit ein passives Einkommen aufzubauen, sollte sich besser nach anderen Strategien umschauen. Ein E-Commerce Unternehmen kann nur passiv betrieben werden, wenn ein Geschäftsführer eingestellt wird. Bis es so weit ist, muss jedoch viel Arbeit und Zeit vom Gründer investiert werden.

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